Christoph Scheuring liest an der iDSB

Eigentlich liest er gar nicht so gerne vor, sondern unterhält sich lieber mit den Schülerinnen und Schülern. Er sei auch in der Schule in Deutsch gar nicht so gut gewesen, gesteht Christoph Scheuring, der am Mittwoch, 23. Januar 2019 auf Einladung des „Buchfinks“ für zwei Lesungen aus Hamburg nach Brüssel an die iDSB gekommen ist.

Er hat dann natürlich trotzdem gelesen, für die Klassen 7 und 8 aus dem Roman „Absolute Gewinner“ und für die Klassen 9 und 10 aus dem Roman „echt“, aber zwischen kurzen Leseabschnitten hat er immer wieder das Gespräch gesucht und die Schüler und Schülerinnen aufgefordert, viel zu fragen.Es gibt keine blöden Fragen, sagte er, und so wurde alles gefragt, was interessiert hat: zu seinen Büchern, zu seinem Leben, zu seinem Schreiben, zu seinem Hund (Leni, 5 Jahre alt). Und Herr Scheuring hat nett und gerne auf alles geantwortet.

Zum Beispiel zu seinem Buch „Absolute Gewinner“: Eigentlich hat er es vor dem anderen Buch geschrieben und zwar für seinen Sohn. Der war damals (und ist es immer noch) großer Basketballfan und -spieler und hat überhaupt nicht gelesen. Da hat Scheuring ihm einen Basketballkrimi geschrieben (den der Sohn auch tatsächlich gelesen hat). Den wollte aber kein Verlag nehmen. Erst der Magellan Verlag hat dann gesagt: Schreiben Sie uns ein anderes Buch zu einem anderen Thema und dann sehen wir weiter. Und als das zweite Buch „echt“ ein Erfolg war (nominiert für den Jugendliteraturpreis 2015), hat der Verlag auch den Basketballkrimi veröffentlicht. Zum Glück, denn das ist ein wirklich toller und spannender Krimi nicht nur für Basketballfans!

„Echt“ hat ein ganz anderes Thema und basiert auf wahren Erfahrungen, die Herr Scheuring gemacht hat, als er für eine Reportage für den „Spiegel“ (er ist Journalist, denn „vom Bücherschreiben kann man nicht leben“) ein paar Wochen mit obdachlosen Jugendlichen am Kölner Hauptbahnhof zusammengelebt hat. Die Geschichte ist spannend, faszinierend und krass. Genau wie die sehr realistische Sprache. Die Klassen 9 und 10 waren schwer beeindruckt von der Art, wie die Jugendlichen zusammenleben und wie Herr Scheuring sich in dieser Zeit angepasst und nach ihren Regeln gelebt hat. 


Insgesamt waren beide Lesungen sehr spannend und Herr Scheuring ein super Typ.

Johannes Grammatikos, Klasse 9b

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