Brüssel 2022 – Ein Traum wird wahr!

Seit Beginn dieses Schuljahres hat die iDSB einen neuen Schulleiter: Jochen Flohn.

"Kindergarten, Grund- und Oberschule als gemeinsamen Kosmos wahrzunehmen, auch wenn jeder Teil der Schule seinen ganz eigenen Gesetzen folgt, birgt Chancen, die wir nutzen und ausbauen sollten! Wir alle können miteinander lernen und voneinander profitieren!" so Flohn.

„Ausland light“ ist für meinen Mann und mich zum Synonym geworden, um Freunden die Situation zu beschreiben, die uns letztendlich nach Brüssel gebracht hat. „Light“ deshalb, weil die Verbindung zu Deutschland im Gegensatz zu anderen Orten der Welt, wie Südamerika oder Asien, leicht aufrechtzuerhalten bleibt und gleichzeitig die kulturellen Unterschiede hier in Belgien deutlich zu spüren sind. Wir freuen uns, hier im Herzen Europas leben zu dürfen, denn gerade in Brüssel sind unsere europäischen Wurzeln so unmittelbar zu erleben.

Nach einigen Jahren in der Pfalz, genauer gesagt am Max-Slevogt-Gymnasium in Landau, war die Vorstellung, noch einmal den Schritt ins Ausland zu gehen und einige Jahre in einer europäischen Großstadt zu verbringen, sehr verlockend. Das offene interkulturelle Klima und die Sprachenvielfalt spiegeln sich dabei im städtischen Leben genau wie im Schulleben der deutschen Schule wider. Neben dieser Vielfalt, die auf kleinem Raum jeden Tag zu spüren ist, trägt vor allem die familiäre Atmosphäre an der Schule zu ihrer Attraktivität bei. Dass sich deutsche Auslandsschulen hier enorm von den staatlichen Inlandsschulen unterscheiden, konnte ich bereits in den Jahren an der deutschen Schule in Paris wahrnehmen. Ein Stück Heimat, Geborgenheit und vor allem die hohe Identifikationsbereitschaft mit der Schule und den an ihr wirkenden Menschen schafft eine Atmosphäre, welche die Lebensqualität aller Beteiligten steigert und positiv verstärkt. Die Willkommenskultur, die Wahrnehmung des Einzelnen und die Bereitschaft, einander zu unterstützen, macht die deutsche Schule als Lebens- und Lernort so liebenswert – das kann ich schon nach wenigen Wochen mit voller Überzeugung feststellen.

Besonders freue ich mich, als Gymnasiallehrer auch Einblicke in eine für mich neue Welt nehmen zu dürfen – die Grundschule. Als Mathematiklehrer in der Klasse 4B arbeite ich nun regelmäßig mit „den Kleinen“ – dabei sind die Viertklässler*innen ja eigentlich die „Großen“ im Gebäude auf der nördlichen Seite der Langen Eikstraat.

KiBi, Grund- und Oberschule als gemeinsamen Kosmos wahrzunehmen, auch wenn jeder Teil der Schule seinen ganz eigenen Gesetzen folgt, birgt Chancen, die wir nutzen und ausbauen sollten! Wir alle können miteinander lernen und voneinander profitieren!

Musik – Kunst – Sport – Theater ermöglichen unseren Kindern und Schüler*innen Erfahrungen, die weit über reines Fachwissen und methodische Fertigkeiten hinausweisen. Deshalb ist unser Ziel, diese Bereiche gerade nach den vielen Einschränkungen der letzten beiden Jahre wieder zu beleben, an alte Traditionen anzuknüpfen und auch die ein oder andere weitere Tür zu öffnen. Ich bin sehr optimistisch, dass mit den engagierten Eltern und motivierten Mitarbeiter*innen die Grundlagen dafür gegeben sind. Als „halber“ Musiker spielt für mich die Musik eine zentrale Rolle im Leben und mein Mann und ich warten sehnlich auf die baldige  Lieferung unseres Klaviers!

Die iDSB steht, anders als rein staatliche Schulen, in der Pflicht, ihre Reputation als Repräsentantin Deutschlands in einem sehr vielfältigen Umfeld positiv zu beeinflussen. Mit den differenzierten Angeboten in allen Bereichen schulischer Ausbildung, begonnen bei der Crèche bis hin zum Abitur, von der Ganztagsbetreuung bis zur schulpsychologischen Betreuung im PPD, vom Willkommenstag des Elternbeirates bis zum Schulgottesdienst – und diese Liste könnte mehrere Seiten füllen – ist die iDSB hervorragend aufgestellt und wird auch in Zukunft eine (kleine aber) wichtige Rolle im schulischen Leben Brüssels spielen. Dazu einen Beitrag leisten zu dürfen, macht mich dankbar und froh.

"Abroad light" has become a synonym for my husband and me to describe to friends the situation that ultimately brought us to Brussels. "Light" because, unlike other places in the world such as South America or Asia, the connection to Germany remains easy to maintain, while at the same time the cultural differences here in Belgium are clearly noticeable. We are happy to be able to live here in the heart of Europe, because it is precisely in Brussels that our European roots can be experienced so directly.

After a few years in the Palatinate, more precisely at the Max Slevogt Gymnasium in Landau, the idea of taking the step abroad again and spending a few years in a major European city was very tempting. The open intercultural climate and the diversity of languages are reflected in urban life just as they are in the school life of the German school. In addition to this diversity, which can be felt every day in a small space, it is above all the family atmosphere at the school that contributes to its attractiveness. During my years at the German school in Paris, I was already aware that German schools abroad differ enormously from state-run schools in Germany. A sense of home, a feeling of security and, above all, a high willingness to identify with the school and the people who work there create an atmosphere that enhances and positively reinforces the quality of life for everyone involved. The welcoming culture, the perception of the individual and the willingness to support each other is what makes the German school so lovable as a place to live and learn - I can say this with full conviction after just a few weeks.

As a secondary school teacher, I am particularly pleased to be able to gain insights into a world that is new to me - primary school. As a maths teacher in class 4B, I now work regularly with "the little ones" - although the fourth graders are actually the "big ones" in the building on the northern side of the Lange Eikstraat.

To perceive KiBi, primary school and secondary school as a common cosmos, even if each part of the school follows its own laws, holds opportunities that we should use and develop! We can all learn and benefit from each other!

Music - art - sport - theatre enable our children and pupils to have experiences that go far beyond pure subject knowledge and methodological skills. Therefore, our goal is to revive these areas, especially after the many restrictions of the last two years, to tie in with old traditions and also to open one or two more doors. I am very optimistic that with the committed parents and motivated staff, the foundations for this are in place. As a "half" musician, music plays a central role in my life and my husband and I are eagerly awaiting the imminent delivery of our piano!

The iDSB, unlike purely state schools, has a duty to positively influence its reputation as a representative of Germany in a very diverse environment. With the differentiated offers in all areas of school education, starting with the Crèche up to the Abitur, from all-day care to school psychological care in the PPD, from the welcome day of the parents' council to the school church service - and this list could fill several pages - the iDSB is excellently positioned and will continue to play a (small but) important role in the school life of Brussels in the future. Being able to contribute to this makes me grateful and happy.

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