Der missio-Truck an der iDSB

Wie viele Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht? Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Welchen Herausforderungen und Gefahren begegnen die Flüchtenden? Und was hat das alles mit unseren Handys zu tun?

In einer multimedialen Ausstellung der karitativen Organisation missio wurden Schülerinnen und Schüler des 8.-12. Jahrgangs am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert. Denn der Krieg in der ehemaligen belgischen Kronkolonie hat auch etwas mit uns zu tun: Mit dem illegalen Verkauf von Konfliktmineralien wie Coltan und Gold, die auch in unseren Handys eingesetzt werden, finanzieren die Rebellen ihren Krieg. In einem eigens angereisten Truck tauchten die Schülerinnen und Schüler in das Leben von Menschen auf der Flucht ein, indem sie einzelne Biografien multimedial nachvollzogen und dabei etwas über die widrigen Lebensumstände der Flüchtenden erfuhren. In einem begleitenden Workshop wurden anschließend auch die Situation von Flüchtlingen in Deutschland sowie Handlungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen thematisiert. So setzt sich z.B. die „ Aktion Schutzengel“ dafür ein, dass Handyhersteller zukünftig Rohstoffe aus zertifizierten Minen verwenden und Verbraucher in Deutschland fair und nachhaltig handeln.

Wir alle können dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen, indem wir „saubere“ Handys kaufen oder, noch besser, unsere alten Handys länger nutzen. Und wenn es dann doch einmal ein neueres Modell sein soll: Altgeräte können recycelt und einzelne Bestandteile wiederverwendet werden. Derzeit lagern über 100 Millionen ausgediente Handys in deutschen Schubladen. Missio hat nun auch an der iDSB Handy-Sammelboxen aufgestellt, um nicht mehr genutzte Handys zu sammeln und diese zugunsten von Hilfsprojekten im Kongo zu recyceln.

Text: Nicole Bordelais

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